Google Ads ist vielleicht die beste und einfachste Möglichkeit, auf das eigene Produkt oder die eigene Webseite im Internet aufmerksam zu machen. Klingt übertrieben? Ist aber wahr. 

Ads (dt.: "Anzeigen") nennt man die Werbeanzeigen, die man auf Suchmaschinenseiten findet. Google führte sie zuerst ein und da die meisten Menschen die Google-Suche nutzen (über 90 % Marktanteil), hört man meistens den Begriff Google Ads. Bis Mitte 2018 hießen die Anzeigen dort übrigens Google AdWords. 

Ads werden passend zu einer Suchanfrage eingeblendet. Gut getextete Anzeigen, die konkrete Fragen beantworten, haben daher eine hohe Relevanz für den Suchenden. Sie sind als Anzeigen gekennzeichnet und heben sich damit von den nicht-kommerziellen (organischen) Suchergebnissen ab. Zurzeit werden die Anzeigen direkt unter dem Suchfeld oder unter den restlichen Suchergebnissen eingeblendet.

So sieht eine Ads-Anzeige aus

Wenn Sie über ads.google.com eine Anzeige schalten, dann müssen Sie im Moment folgende Textfelder füllen: zwei Textzeilen für einen erweitertet Anzeigentitel, Platz für eine ausführlichere Beschreibung und ein Feld für die angezeigte URL.

Bei den Anzeigentexten gibt es immer Zeichenbegrenzungen:

  • Anzeigentitel 1 (30 Zeichen)
  • Anzeigentitel 2 (30 Zeichen)
  • Anzeigentitel 3 (30 Zeichen)
  • Beschreibungen 1 + 2 (je 90 Zeichen)
  • Angezeigte URL (URL und 2 Pfade mit jeweils 15 Zeichen). Die Anzeigen-URL kann übrigens kürzer sein als die tatsächliche URL der Landingpage.

Um den Platz effektiv zu nutzen, ist es wichtig, dass Sie genau und prägnant formulieren. Außerdem gibt die Anzeige im besten Fall eine Antwort auf die Frage des Suchenden. So erregt man Aufmerksamkeit und hebt sich und sein Produkt von den Wettbewerbern ab. Auch Sonderaktionen, exklusive Angebote, spezielle Dienstleistungen und Services werden beworben. 

 

Anzeigenerweiterungen

In den Anzeigenerweiterungen trägt man zusätzliche Informationen zum Unternehmen ein. Werden sie eingeblendet, nimmt die Anzeige mehr Platz ein, wird auffälliger und informativer.

Momentan stehen folgende Erweiterungen zur Verfügung: Sitelink-Erweiterungen, Erweiterungen mit Zusatzinformationen, Anruferweiterungen, Preiserweiterungen, SMS-Erweiterungen, Standorterweiterungen, App-Erweiterungen, Rezensionserweiterungen und Snippets. Automatisch blendet Google auch immer wieder Kundenbewertungen und Informationen zu vorherigen Besuchen ein.

Das Ads-System berechnet je nach Leistung von Anzeige und Erweiterung, ob und welche Anzeigenerweiterungen dem User gezeigt werden. Oberhalb der organischen Google-Suchergebnisse steht nicht viel Platz zur Verfügung, deshalb werden die Anzeigenerweiterungen normalerweise nur bei den Anzeigen dargestellt, die eine hohe Position (1 oder 2) haben.

 

Anzeigengruppen und Kampagnen

Normalerweise gehören immer mehrere Ads-Anzeigen einer Gruppe an, der eine thematisch passende Liste an Keywords zugeordnet ist. Die Anzeigen verweisen auf eine gemeinsame Landingpage, die beworben werden soll. 

Mehrere Anzeigengruppen bilden zusammen eine Ads-Kampagne. Sie strukturieren die Kampagne nach bestimmten Themen, Dienstleistungen oder Angeboten. Um eine Kampagne erfolgreich zu machen, ist ein geschickter Aufbau in den Anzeigengruppen besonders wichtig.

 

Anzeigenplanung & Anzeigenauslieferung

Mit der Anzeigenplanung oder dem Werbezeitplaner steuern Ads-Nutzer, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten ihre Kampagnen geschaltet werden. Außerdem können sie durch den erweiterten Modus der Gebotsanpassung auswählen, ob die Gebote für eine Kampagne an bestimmten Tagen oder zu speziellen Tageszeiten erhöht oder gesenkt werden. Durch geschickte Anzeigenplanung sprechen Sie interessierte Kunden zum optimalen Zeitpunkt an.

Mit der Anzeigenauslieferung legt man fest, wie die Auslieferung der Anzeigen einer AdWords-Kampagne im Tagesverlauf erfolgt. Zwei Möglichkeiten stehen zur Wahl:

  • Standard-Anzeigenauslieferung: Die Anzeigenschaltung wird kontinuierlich über den Tag verteilt, das Budget wird gleichmäßg aufgebraucht
  • Beschleunigte Anzeigenauslieferung: Die Anzeigen werden bis zur Erreichung des festgelegten Tagesbudgets so häufig wie möglich geschaltet

Google empfiehlt für die meisten Werbetreibenden die Standard-Methode, damit nicht bereits zu Beginn des Tages das gesamte Budget ausgegeben wird. Es kann aber durchaus spezielle Fälle geben, bei denen eine beschleunigte Anzeigenauslieferung Sinn macht. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Anzeigenauslieferung für Sie die richtige ist, beraten wir Sie gerne unter ☎ 07071 444-08.

 

Wie schafft es meine Anzeige ganz nach oben?

Die Position einer Anzeige basiert auf ihrem Anzeigenrang. Dieser wird bestimmt durch

  • den maximalen Preis-pro-Klick (Cost-per-Click/CPC) des Keywords/der Anzeigengruppe
  • den Qualitätsfaktor des Keywords
  • die erwartete Anzeigenrelevanz (wie gut passen Keyword und Werbebotschaft der Anzeige zusammen?)
  • die Relevanz der Zielseite/Landingpage  (wie nützlich ist das, was Nutzer auf Ihrer Landingpage finden, wenn sie auf Ihre Anzeige geklickt haben? Hält Ihre Seite, was Sie in der Anzeige versprochen haben?)

Der maximale CPC wird vom Werbetreibenden als Gebot festgelegt, die weiteren Faktoren von der Suchmaschine ermittelt.

 

Was bedeutet "Qualitätsfaktor des Keywords"?

Keywords sind die Begriffe, die der Nutzer in das Suchfeld eintippt. Aber es sind auch die Begriffe, die Sie Ihrer Anzeige zugeordnet haben. Google untersucht nun, wie relevant diese Begriffe sind. Auch für jedes Keyword schätzt das System:

  • die Klickrate Ihrer Anzeige (wie oft werden Nutzer vermutlich auf Ihre Anzeige klicken, nachdem sie das Keyword in die Suche eingegeben haben?)
  • die Anzeigenrelevanz
  • die Nutzererfahrung auf Ihrer Zielseite

All dies wird automatisch von Google ausgewertet, um den Qualitätsfaktor Ihres ausgewählten Keywords zu bestimmen.

Die Anzeigenposition kann also durch wettbewerbsfähige Gebote für die einzelnen Keywords, eine gute Anzeigenqualität und eine optimale Zielseite beeinflusst werden. Hochwertige Anzeigen führen zu besseren Positionen und damit zu mehr Werbeerfolg. Es ist klar, dass da manchmal ein Profi ran muss. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Wie viel kostet Google Ads?

Wie viel Sie für eine Google-Ads-Kampagne zahlen, bestimmen Sie im Grunde selber. Sie legen das Budget fest, das Sie für Ihr Marketing über Google ausgeben möchten. Allerdings kann man sagen, dass Sie mit mehr Budget auch mehr Wirkung erzielen werden, so wie das bei fast allen Werbemaßnahmen der Fall ist, vor allem, wenn die Konkurrenz sehr hoch ist.

Die Nutzung von Google Ads ist generell kostenlos. Sie können mit einem Google-Konto eigene Werbeanzeigen erstellen. Kosten fallen erst in dem Augenblick an, in dem ein Nutzer auf Ihre Anzeige klickt. Und diese Kosten, auch Cost-per-Click (CPC) oder Klickpreis genannt, ergeben sich aus verschiedenen Faktoren:

  • der Konkurrenz um das Keyword – wie bei einer Auktion "versteigert" Google die Plätze für ein Keyword an den meist Bietenden
  • die Qualität Ihrer Anzeige – je höher diese von Google eingeschätzt wird, desto günstiger wird es für Sie
  • die Position in der Google-Suche, die Sie anstreben – man kann ganz einfach sagen: Platz 1 ist teurer als Platz 4

Das bedeutet, dass Sie mit Themen, bei denen es wenige Wettbewerber gibt, mit kleinem Budget viel erreichen können. Aber auch, dass die Wahl der passenden Keywords unglaublich wichtig ist. Genauso wie die Gestaltung Ihrer Anzeige.

 

So geht's

Sie legen ein monatliches Budget und ein Tagesbudget fest. Je nachdem, für welche Anzeigenauslieferung Sie sich entschieden haben, verteilt Google Ihr Budget, bis es aufgebraucht ist. Danach werden die Anzeigen nicht mehr geschaltet.

Eine weitere Möglichkeit ist, für Impressionen zu bezahlen. Beim Cost-per-Mille (CPM, dt. = Tausend-Kontakt-Preis) zahlt man für 1000 Einblendungen der Anzeige, egal ob ein Nutzer darauf klickt oder nicht. Dieses Modell ist dann interessant, wenn die Anzeige von möglichst vielen Internetnutzern gesehen werden soll. Z. B. wenn ein Markenname bekannt gemacht werden soll oder die Anzeige ein Event bewirbt. 

Eine Variante des CPM ist der vCPM (visible oder sichtbarer CPM), bei dem man nur dann bezahlt, wenn die Anzeige an einer Positions platziert ist, an der sie von den Nutzern gesehen werden kann. 

 

Internetagentur engagieren oder selber machen?

Eine Ads-Anzeige zu schalten, ist kein Hexenwerk. Das können Sie problemlos selber tun. Allerdings sollten Sie wissen, dass Agenturen sich oft besser auskennen mit der Keywordrecherche, den Anzeigeneinstellungen und den Anpassungen, die man vornehmen sollte, sobald die Anzeige läuft. All dies sauber und richtig zu machen, kostet viel Zeit. Zusätzlich läuft man Gefahr, höhere Klickpreise als nötig zu zahlen. Daher sollten Sie die Entscheidung, ob Sie Ihre Google-Ads-Kampagnen selber in die Hand nehmen, genau abwägen. 

Wir sind seit vielen Jahren zertifizierter Google Ads Partner. Das bedeutet, dass wir immer auf dem Laufenden sind, was Änderungen und Weiterbildung angeht. Google ist ein experimentierfreudiges Unternehmen. Wir haben viel Erfahrung damit, wie man die passenden Keywords herausfindet und welche man auch dringend ausschließen muss, um sinnlose Kosten zu sparen. Außerdem nehmen wir uns täglich die Zeit, um die Keywords zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen. Hier können Sie erste, unverbindliche Informationen anfordern.

 

Wann ist meine Ads-Anzeige erfolgreich?

Je höher die Klickrate Ihrer Anzeige, umso erfolgreicher ist sie. Die Klickrate nennt man auch Click-Through-Rate. Darunter versteht man einfach die Anzahl der Klicks auf eine Anzeige. 

Wenn ein Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige auch etwas kauft, Kontakt aufnimmt oder den Newsletter abonniert, spricht man auch von der Conversion-Rate. Sie ergibt sich aus den Conversions durch die Klicks auf eine Anzeige und beschreibt somit die Leistungsstärke der Google-Kampagne. 

Doch zu einer erfolgreichen Anzeige gehört noch etwas anderes, nämlich Ihre Zielseite. Google registriert, wie lange sich Nutzer auf Ihrer Seite aufhalten, nachdem sie über eine Anzeige dorthin gelangt sind. Wenn sie dort nur kurz bleiben, schlussfolgert das System, dass sie keine Antwort auf ihre Frage gefunden haben. Folglich wird Ihre Anzeige schlechter bewertet, da sie scheinbar nicht gehalten hat, was sie versprach. Achten Sie also genau darauf, was Sie Ihren Kunden auf der Zielseite bieten. 

 

Was bringt Google Ads?

Google Ads ist also eine einfache Möglichkeit, Suchmaschinenwerbung zu schalten. Doch was genau bringt das eigentlich? Macht es einen Unterschied, Werbeanzeigen bei Google zu platzieren?

Ja. Und zwar aus zwei einfachen Gründen: 

  1. Die Suche nach Informationen hat sich in den letzten Jahren ins Internet verlagert. Und das wird weiter zunehmen. Auch im Bereich B2B wird mittlerweile zuerst bei Google gesucht, bevor man Kontakt zu einem Unternehmen aufnimmt. Wenn Sie also von Kunden gefunden werden möchten, dann müssen Sie im Internet sichtbar sein – vor der Konkurrenz. 
  2. Die Suche auf Mobilgeräten nimmt ebenfalls weiter zu. Aufgrund des kleineren Displays eines Handys müssen Sie aber unter den ersten Suchergebnissen auftauchen, sonst verschwinden Sie im "Scroll-Nirvana". Probieren Sie es einmal aus. 

Weitere relevante Google-Kampagnen

Neben Ads-Suchkampagnen bieten sich auch Shopping-Kampagnen, Display-Kampagnen, Ads für Mobile Werbung und Video-Kampagnen an, um Werbung im Internet zu schalten. 

Shopping-Kampagne: Mit Shopping-Anzeigen bewerben Sie ein oder mehrere Produkte aus Ihrem Online-Shop. Die Anzeigen erscheinen in den Suchergebnissen oben oder rechts. Der Fokus liegt hier auf dem Produkt, das als Bild angezeigt wird.

Eine Shopping-Kampagne lohnt sich dann, wenn Sie spezielle Produkte oder Produktpaletten direkt bewerben möchten. 

Display-Kampagne: Hier werden die Anzeigen nicht in den Suchmaschinen angezeigt, sondern im Displaynetzwerk. Dieses umfasst über 2 Millionen Webseiten, Apps und Videos, die mit Google eine Werbe-Partnerschaft eingegangen sind (Google AdSense). Der Vorteil von Display-Kampagnen liegt darin, dass die Werbung auf thematisch passenden Seiten angezeigt wird. Außerdem können neben Textanzeigen auch Video- und Bildanzeigen geschaltet werden. Sie erreichen laut Google 90 % aller Internetnutzer weltweit. 

Kampagnen im Display- oder Suchnetzwerk lohnen sich dann, wenn Sie Menschen zu speziellen Themen erreichen, einen neuen Markennamen bekannt machen oder ein Event bewerben möchten. 

Mobile Kampagne:  Eine mobile Ads-Kampagne ist eigentlich nichts anderes als eine Google-Ads-Kampagne, die bevorzugt auf Mobilgeräten angezeigt wird. Beachten muss man hier nur, dass mobil oft weniger Text angezeigt wird, als bei einer Ads-Kampagne auf dem PC. Und man sollte die eigene Telefonnummer mit einspielen. So können potenzielle Kunden gleich anrufen. 

Eine mobile Kampagne lohnt sich dann, wenn Ihre Zielgruppe viel auf tragbaren Geräten im Internet unterwegs ist. 

Video-Kampagne: Mit verschiedenen Video-Anzeigenformaten erreichen Sie Kunden auf YouTube, in Videos auf Partnerwebseiten oder in Apps im Displaynetzwerk. Das Werbe-Video wird vor, während oder nach einem Video eingeblendet. Je nach Format dauert die Werbung nur bis zu sechs Sekunden oder sie kann nach mehreren Sekunden übersprungen werden. 

Video-Kampagnen lohnen sich vor allem dann, wenn Sie die Mittel für hochwertige Videoerstellung haben und eine gute Geschichte erzählen können.  

 

Wir helfen Ihnen weiter bei Ihrer Keywordrecherche und Kampagnenplanung. Rufen Sie uns an unter ☎ 07071 444-08 oder schreiben Sie uns eine Mail an info@heindl.de