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Web-Kolumne: no Spam - Das digitale Immunsystem gegen Spam

Jeder der E-Mails empfängt, kennt das Problem: regelmäßig erscheinen unerwünschte Nachrichten im Posteingang. für dieses Problem den sogenannten Spam, gibt drei Lösungen.

Selbsthilfe: Jeder konfiguriert sein E-Mail-Programm für die automatische Löschung, indem er viele Regeln erstellt und viele Ausnahmen macht, damit die Mails der Freunde nicht im Müll landen. Wenn man das konsequent betreibt, kostet das Optimieren der Filter fast genauso viel Zeit, wie das manuelle Löschen des Spam.

Wir rufen den Gesetzgeber: Er kann das versenden von Spam verbieten, zumindest in seinem Hoheitsgebiet. Der Erfolg bleibt aber so lange gering, wie dies nicht international geregelt ist. Doch bis dahin haben wir vermutlich bereits wieder neue Probleme.

Das Internet bekommt ein "Immunsystem": Ein Immunsystem arbeitet nach dem Prinzip, dass ein unerwünschter Eindringling einmal erkannt wird und dann von einer Heerschar von Antikörpern vernichtet wird. Bei Spam funktioniert das ähnlich. Einer bemerkt, dass eine neue Spam-Mail in Umlauf ist und alle Teilnehmer bekommen einen Zusatzfilter, der genau diese Mail löscht.

cloudmark

Tatsächlich gibt es seit neuestem eine Software des US-Unternehmens http://www.cloudmark.com/, die genau dieses Prinzip anwendet. Noch funktioniert das Programm nur unter Outlook, aber sicher wird das Verfahren bald für alle E-Mailsysteme weiterentwickelt. Es zeigt sich also auch hier, dass die Kreativität der Menschen und der Netzeffekt im Internet, Probleme lösen können, die zunächst unlösbar erscheinen.

Prof. Dr. Eduard Heindl

8. April 2003

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Am Rande möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich in keiner Weise mit dem Unternehmen cloudmark verbunden bin und auch keinerlei Garantie für die Qualität der Software übernehme!