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Web-Kolumne: Dreamteam - WLAN, DSL und Laptop

WLAN, DSL und Laptops haben das Internet stärker verändert als Flash, Microsoft und AOL zusammen.

Wenn ich heute auf über acht Jahre aktive Internetnutzung zurückblicke - ich habe im März 1995 meine erste Internetseite in das Netz gestellt - so benutze ich immer noch fast das gleiche HTML wie damals. Damals saß ich vor einem riesigen Monitor in einem klimatisierten Raum mit teurer Computerverkabelung. Allein das Verlegen der 10BaseT Kabel hat uns ein verschwitztes Wochenende an der Universität gekostet.

Bald wurde aus der teuren Workstation ein PC mit ISDN Anschluss. Der Zugang zum Netz war eine Qual, niemand hatte passende Treiber, die Verbindung war für einen Privatmann fast unbezahlbar und der Rechner summte laut während des Surfens. Besonders der Lärm von Lüfter und Festplatte war in den ersten Jahren fester Bestandteil des Interneterlebnisses.

Laptop
Der Laptop war dann die erste große Entspannung für die Sinne, die Augen taten nicht mehr weh, die Ohren wurden nicht mehr unsinnig bedröhnt, nur die Geduld war noch gefordert.

DSL, Digital Subscriber Line
Mit DSL verschwand das Warten und der Stress, dass man die Telefonkosten ins Astronomische treibt. Nun konnte man in Ruhe suchen, lesen, studieren und steigern, bis es am Tisch zu unbequem wurde.

WLAN, Wireless LAN
Der endgültige Surfgenuss entsteht für mich durch die Verknüpfung von Laptop mit WLAN und DSL. WLAN, das Kabellose Netz, gibt die völlige Bewegungsfreiheit: Wie ein Buch kann der Laptop jetzt ohne Probleme an jeden Ort, ob Garten, Bett oder Couch, mitkommen und jede Information ist verfügbar.

Mit dieser Kombination beobachte ich einen ungewöhnlich raschen Verhaltenswechsel an mir. Der Fernsehkonsum fällt stark ab, Zeitung wird unwichtiger, Internet wird als Selbstverständlichkeit erlebt, ich bin "on".

Übertragen auf unsere Mediengesellschaft, die sicher in vier Jahren durchgängig genau so mit dem Internet versorgt sein wird, kann man einen gewaltigen Aufschwung der Internetnutzung gefahrlos prognostizieren.

Die Hardware und nicht die Software entscheidet über den endgültigen Marktdurchbruch, ich empfehle jedem, der sich mit Internet beschäftigt, bereits heute das Surferlebnis von morgen zu genießen, die moderate Investition lohnt!

Siehe auch: Indirektes Internet und das Verhalten am Abend

Eduard Heindl
1. März 2003

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